Google AdSense gehört zu den am häufigsten genutzten Werbeformen im Internet. Ein großer Nachteil, der hierbei oft kritisiert wird, ist die Tatsache, dass die Links in den AdSense-Anzeigen sich immer direkt im aktuellen Browserfenster öffnen. Das hat den Nachteil, dass die Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige aus der Sicht des Webseitenbetreibers mit einer hohen Wahrscheinlichkeit “verloren” sind, weil die vorherige Seite nicht mehr im Browser geöffnet bleibt. In der folgenden Anleitung soll nun erläutert werden, wie man mit legalen Mitteln die Google-AdSense-Anzeigen dazu bringen kann, alle Links standardmäßig in einem neuen Fenster zu öffnen.
Mit dem normalen Google AdSense-Programm alleine ist dies nicht möglich, man muss sich dafür eines weiteren Google-Produktes bedienen: dem DFP Small Business-AdServer (früher Google AdManager genannt). Dabei handelt es sich um einen kostenlosen AdServer von Google, mit dem man alle seine Werbekampagnen und Ad-Tags in einem einheitlichen Interface verwalten kann. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung für Googles DFP-AdServer können die Google-Anzeigen in einem neuen Fenster geöffnet werden:
- Werbenetzwerkeinstellungen anpassen:
Zunächst muss unter “Inventar -> Werbenetzwerkeinstellungen” eingestellt werden, dass alle Anzeigen in einem neuen Fenster geöffnet werden sollen und dass Google für alle angelegten Kampagnen mit seinem AdSense-System mitbieten soll:

- “Anzeigenblöcke” und “Placements” für alle gewünschten Anzeigengrößen erstellen:
Nun müssen in der “Inventar”-Rubrik für alle Werbemittelgrößen, in denen die AdSense-Anzeigen bisher genutzt wurden, “Anzeigenblöcke” und “Placements” erstellt und miteinander verknüpft werden.
- Neuen “Auftrag” erstellen:
Anschließend muss unter dem Reiter “Aufträge” ein neuer “Auftrag” erstellt werden. - Neue “Werbebuchung” erstellen:
Innerhalb des eben erstellten “Auftrags” muss nun eine neue “Werbebuchung” erstellt werden. Bei den Einstellungen dieser Werbebuchung ist es wichtig, als “Typ” die Option “Preispriorität” auszuwählen und bei den “Kosten” und beim “Wert-CPM” jeweils einen Wert von 0,00€ einzutragen, damit Google möglichst alle Impressionen dieser Werbebuchung durch eigene Anzeigen ersetzt, bei denen sich die Links in einem neuen Fenster öffnen. Im Feld “Inventargrößen” müssen die Pixelwerte aller Bannergrößen eingetragen werden, in denen man die AdSense-Anzeigen nutzt. Die Lautzeit der Werbebuchung sollte auf “unbegrenzt” gestellt werden und die Werbebuchung sollte mit allen “Placements” verknüpft werden, die man in Punkt 2 (siehe oben) erstellt hatte. - AdSense-Werbecodes für alle Werbemittelgrößen einfügen:
Nun müssen innerhalb dieser Werbebuchung noch für jede Werbemittelgröße die man nutzen möchte die bisherigen AdSense-Werbecodes als Werbemittel eingefügt werden. Das geht am einfachsten, wenn man als Anzeigentyp die Option “Drittanbieter” auswählt und dort dann den normalen JavaScript-Werbecode aus dem Google-AdSense-Account einfügt.
Prinzipiell könnte man hier auch irgendwelche anderen Ad-Tags einbauen, denn es geht ja darum zu erreichen, dass Google sämtliche Impressionen dieser Kampagne durch eigene AdSense-Anzeigen ersetzt, weil der Preis von 0,00€ immer “überboten” wird durch die mitkonkurrierenden, sich in einem neuen Fenster öffnenden AdSense-Anzeigen des AdServers. - Neue Ad-Tags in die Webseite einfügen:
Als letzten Schritt müssen nun noch die neuen Ad-Tags in die eigene Webseite eingefügt werden. Diese können unter “Inventar -> Tags erstellen” generiert werden. Die dort erzeugten Werbetags werden nun einfach dort auf der eigenen Webseite eingefügt, wo sich bisher die Adsense-Tags befanden.
Wichtig: Es kann bis zu 20 Minuten dauern, bis die neuen AdSense-Anzeigen erscheinen, weil Googles AdServer einen internen Caching-Mechanismus besitzt. Also nicht gleich wundern, wenn die Werbeflächen in den ersten Minuten noch weiß bleiben. Wenn nun alles richtig gemacht wurde, sollten die Google-AdSense-Anzeigen sich in einem entscheidenden Detail geändert haben: nach dem Klick auf die Links öffnet sich ein neues Browserfenster. Dies erkennt man an einem kleinen Pfeilsymbol innerhalb der Anzeige:
Erst wenn dieses Symbol erscheint, öffnen sich die Anzeigen in einem neuen Fenster.
Abschließend sollte noch angemerkt werden, dass es eigentlich nicht der Sinn von Googles AdServer DFP Small Business ist, einfach nur alle AdSense-Anzeigen durchzuschleifen und in einem neuen Fenster öffnen zu lassen. Man kann mit diesem kostenlosen AdServer auch beliebige Werbekampagnen anderer Vermarkter verwalten und trotzdem AdSense immer automatisch um den besten Preis mitbieten lassen. Über das Pro und Contra, Google durch die Nutzung dieses AdServers auch noch sämtliche Werbekunden und Kampagnenpreise mitzuteilen, muss sich jeder seine eigenen Gedanken machen und eine Entscheidung treffen, ob es ihm das Wert ist.
Falls es noch Fragen oder Probleme zu dieser Anleitung gibt, können diese gerne über die nachfolgende Kommentarfunktion erörtert werden.

