Auch den beiden Online-Vermarktern eAds.to und eScale sind offenbar Anzeigenschaltungen rund um das Raubkopie-Netzwerk kino.to zum Verhängnis geworden und die beiden Dienste wurde ohne Ankündigung oder Information der Publisher eingestellt. Wie der Spiegel berichtet, werden die Betreiber von eAds.to von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden verdächtigt, Werbung vermittelt zu haben, die neben Raubkopien eingeblendet wurde. Im Mai 2012 hatte bereits der Online-Vermarkter TLDAdserv aus den gleichen Gründen seinen Dienst einstellen müssen (wir berichteten). Damals wurden bereits zwei Personen verhaftet und zehn Objekte durchsucht. Nun kam es laut Spiegel Online auch im Fall eAds.to zu Durchsuchungen in drei verschiedenen Bundesländern. Da eAds.to seinen Firmensitz in Panama hatte, obwohl die Inhaber offenbar in Deutschland ansässig waren, wird es für Publisher anderer Webseiten, die nichts mit kino.to zu tun hatten, schwierig werden, bisher noch nicht ausgezahlte Werbeguthaben noch zu erhalten.
Betrieben wurden sowohl eAds.to, als auch eScale laut Impressum von folgender Firma:
OnCon Corporation
Bella Vista Calle 53, Marbella
Ciudad de Panamá
Panamá
Als Inhaber wurde ein gewisser "David Goldberg" angegeben. Ob es sich dabei um einen Strohmann oder um die wirklich Verantwortlichen handelt, ist unklar.
Der gegen eAds.to und eScale erhobene Vorwurf lautet "gewerbsmäßige Beihilfe zur gewerbsmäßigen Verletzung von Urheberrechten". Die Werbung soll laut Spiegel auf den Webseiten der mit kino.to in Zusammenhang stehenden Filehostern direkt neben den Videos eingeblendet worden sein.
