Google ermöglicht AdSense-Publishern genauere Anzeigenfilterung

Google AdSense

Google hat eine neue Version des "Überprüfungszentrums für Anzeigen" angekündigt, das es den AdSense-Publishern ermöglichen wird, noch genauer zu bestimmen, welche Anzeigen und Anzeigenkategorien auf der eigenen Webseite eingeblendet werden sollen und welche nicht. Die einzelnen Publisher-Accounts werden in den nächsten Tagen und Wochen erst nach und nach auf das neue Überprüfungszentrum umgestellt. Das VermarkterCheck-Team hatte bereits die Möglichkeit, die neuen Funktionen zu testen.

das neue Überprüfungszentrum für Anzeigen

Sehr positiv fällt beim neuen Überprüfungszentrum für Anzeigen auf, dass die zu überprüfenden Anzeigen viel schneller als früher geladen werden, so dass der Prozess des Freischaltens erheblich schneller erledigt werden kann. Außerdem gibt es erheblich mehr Kategorien, die man pauschal blockieren kann. Für viele Kategorien, die bisher schon vorhanden waren, gibt es nun sogar zahlreiche Unterkategorien, so dass man noch filigraner als bisher Kategorien filtern kann.

Filterung von Unterkategorien

Das hilft uns zum Beispiel auch bei VermarkterCheck.de sehr, wo wir auch AdSense-Anzeigen nutzen. Bisher hatten wir immer das Problem, dass Google das Wort "Banner", das auf fast jeder Unterseite bei uns auftaucht, so interpretiert hat, dass sich die Besucher auch für Werbeschilder, Poster, Fahnen und Flaggen interessieren könnten. Durch das neuen AdSense-Überprüfungszentrum für Anzeigen können wir nun gezielt die sehr spezielle Unterkategorie "Unternehmen und Industrie -> Kommerzielles und industrielles Drucken" blockieren und somit einen Großteil der aus der o.g. Wort-Doppeldeutigkeit resultierenden unpassenden Anzeigen auf einen Schlag blockieren.

so blockiert man einzelne AdWords-Konten

Wer auf seiner Webseite ähnliche Probleme mit Wort-Doppeldeutigkeiten oder unpassenden Anzeigen hat, kann nun ähnlich vorgehen (sofern es eine passende Unterkategorie gibt, die man blockieren kann). Ist dies nicht der Fall, gibt es bei AdSense nach wie vor die Möglichkeit, beliebige Anzeigen-URLs komplett zu blockieren. Doch damit nicht genug, es ist im neuen Überprüfungszentrum nun auch möglich, gezielt einzelne AdWords-Konten zu blockieren. Dann werden alle Anzeigen und Kampagnen, die mit einem bestimmten AdWords-Konto verknüpft sind, nicht mehr eingeblendet.

Was man ab sofort beim Blockieren von Anzeigen beachten sollte ist die Tatsache, dass im neuen Überprüfungszentrum nun auch Anzeigen erscheinen, die durch placement-bezogenes und vor allem durch interessenbezogenes Targeting eingeblendet wurden. Anzeigen, die einem auf den ersten Blick als komplett unpassend erscheinen und nichts mit dem Thema der eigenen Webseite zu tun haben, könnten also deshalb eingeblendet und mit einem hohen TKP vergütet worden sein, weil sie interessensbezogen waren und gezielt auf bestimmte Benutzer und ihr Surfverhalten zugeschnitten waren. Deshalb sollte man gut aufpassen, dass man es mit dem Blockieren nicht übertreibt und nicht zu viele Anzeigen blockiert, sondern nur diejenigen, die man entweder prinzipiell nicht auf der eigenen Webseite sehen möchte (bspw. Diät-Anzeigen mit Schwabbelbäuchen), oder weil es sich offensichtlich um Wort-Mehrdeutigkeiten handelt, die Google nicht gut unterscheiden kann.

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